Stromag war ein europäischer Marktführer für mechanische Antriebstechnik – industrielle Kupplungen, Bremsen und Endschalter – mit weltweit über 900 Mitarbeitern. Stromag-Ingenieure entwickelten individuelle Antriebsstranglösungen für Windkraftanlagen, Kranbau, landwirtschaftliche Nutzmaschinen und Straßenbaumaschinen. Im Bereich industrieller Scheibenbremsen war die Tochtergesellschaft SIME-Stromag weltweit führend.
Der Erwerb
Stromag war zum Zeitpunkt der Akquisition Eigentum von 15 passiven Gesellschaftern; das Management hielt keine Anteile. Über einen Deal Scout von NEXX wurde der Kontakt zu einem unabhängigen Beiratsmitglied hergestellt. NEXX erhielt direkten Zugang zum Management, sicherte Exklusivität und konnte den Abschluss zügig realisieren.
Investment Rationale
Stromag operierte in einem wachsenden Markt mit Investitionsbezug zu Maschinen und Anlagen. Solides historisches Wachstum (~10 % p.a.) und stabile Margen bildeten die Basis. Eine starke globale Kundenbasis aus führenden Maschinenherstellern eröffnete Hebel für Marktanteilsausbau in Kernsegmenten (Kranbau, Windenergie, Off-Road-Fahrzeuge) sowie in Wachstumsregionen (Nordamerika, China, Indien).
Die Umsetzung des Wachstumskonzeptes
Während der Haltedauer wurden Tochtergesellschaften in Indien und China etabliert, um die Wachstumsregionen direkt zu adressieren. Stromag richtete den Fokus auf hochmargige Nischen wie Hochdrehmoment-Lösungen für Energie- und Bergbauanwendungen sowie Halte- und Notbremsen für Windkraftanlagen. Im Bereich der Elektroantriebe wurde eine Kupplungslösung für Golfwagen entwickelt. Das Produktportfolio wurde insgesamt schärfer auf margenstarke Segmente ausgerichtet.
Die Veräußerung
Die Veräußerung erfolgte im September 2011 an die GKN plc, einen britischen börsennotierten Industriekonzern für Antriebs- und Pulvermetallurgie-Technologien.
